Management-Gurus
Geht es Ihnen auch so? Man kennt sich nicht mehr aus. Gurus!
Früher war ein Guru meist indischer Herkunft (ohne Programmierkenntnisse allerdings), na ja, zumindest trug er einen Bart, orangefarbene Kleidchen, hatte erleuchtete Ideen, wie man sich selbst befreit oder Gott wird oder so, und brachte willige AbendländerInnen gegen Bares und Arbeit auf dem Felde in neue geistige Sphären. Und heute?
Im 21. Jahrhundert ist ein Guru meistens Amerikaner, trägt Anzug (während der New-Economy-Euphorie vielleicht auch bunte T-Shirts mit dem Logo seiner Firma) und ist ziemlich sicher Unternehmensberater oder ruft in überfüllten Sälen Tschakaa.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht das neueste Buch solch eines Management-Gurus angepriesen wird. Dutzende dieser Gurus scheinen nur mit einem beschäftigt zu sein: Uns ihre neueste Management-Religion feilzubieten. Ganz einfach! Fuer 19,90 finden Sie in meinem Buch die sechs Regeln, wie sie ihr Unternehmen revolutionieren können. Oder so ähnlich.
Da haben wir alle drauf gewartet, oder? Sechs Regeln und ich muss mich nicht mehr mit nörgelnden Kunden, unmotivierten Mitarbeitern und dem ganzen Globalisierungschaos rumärgern. Komisch, dass da noch nie ein Praktiker draufgekommen ist, wo das doch alles so einfach ist.
(c) Barbara Brecht-Hadraschek und business-wissen.de
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